In der Möbelindustrie bleibt die beschichtete Spanplatte eines der am häufigsten verwendeten Materialien: kostengünstig, formstabil und in einer praktisch unbegrenzten Farb- und Oberflächenvielfalt verfügbar.
Für einen Küchenhersteller, ein Einrichtungsunternehmen oder einen Innenausbau-Contractor liegt die eigentliche Wettbewerbsvariable jedoch nicht in der Spanplatte selbst, sondern in der Qualität der Veredelung – also der Beschichtung, die über optische Wirkung, Beständigkeit und Losgleichmäßigkeit entscheidet.
Im Zuge der eigenen Entwicklung hat Filippi 1971 spezialisiertes Know-how in der Veredelung und Bearbeitung von Platten aufgebaut und diese Tätigkeiten mit der Fertigung von Komponenten nach Maß und dem Innenausbau verbunden.
Heute wird dieses Know-how in mehreren Bereichen eingesetzt, unter anderem im Möbelsektor, wo Filippi 1971 einen Lohnveredelungsservice für beschichtete Platten verschiedener Art anbietet – gerichtet an Möbelhersteller, Einrichtungsunternehmen und Innenausbau-Contractors. Eine Lösung, die darauf ausgelegt ist, die Platte nach den vom Kunden definierten technischen und ästhetischen Vorgaben zu bearbeiten, von der Wahl der Beschichtung bis zu den nachfolgenden Bearbeitungsschritten.
Was ist eine beschichtete Spanplatte und warum ist sie für die Möbelindustrie relevant?
Die Spanplatte ist eine Holzwerkstoffplatte, die aus heißverpressten Holzspänen mit Klebeharzen hergestellt wird. Allein hat sie eine rohe Oberfläche, doch beschichtet – veredelt, wie es in der Fachsprache heißt – wird sie zum Referenzmaterial für Möbel, Türen, Regale und Einrichtungsgegenstände, dank eines Kosten-Nutzen-Verhältnisses, das mit Massivholz oder Mehrschichtplatten kaum zu erreichen ist.
Die verbreitetste Beschichtung ist die Melaminbeschichtung: ein mit Melaminharz imprägniertes Papier, das unter hoher Temperatur auf die Platte gepresst wird und Beständigkeit gegen Kratzer, Flecken und tägliche Abnutzung gewährleistet – bei zugleich großer gestalterischer Freiheit: Holzmaserungen, Uni-Töne, Stein- oder Betonoptiken.
Spanplatte oder Mehrschichtplatte: Wann welches Material wählen?
Für einen OEM oder einen Contractor hängt die Wahl zwischen den beiden Materialfamilien von der Funktion der Komponente ab:
Die beschichtete Spanplatte ist die wirtschaftlichste und formstabilste Lösung für größere Produktionsvolumen: Türen, Seitenteile, Regalböden und Möbelstrukturen in trockenen Umgebungen.
Die Mehrschichtplatte (Pappel oder andere Holzarten – siehe die vollständige Übersicht der verwendeten Materialien) – das Material, auf dem Filippi 1971 seine historische Erfahrung im Camper- und Caravan-Sektor aufgebaut hat und auf dem auch viele Lösungen für die Nautik basieren – kommt zum Einsatz, wenn höhere Leichtigkeit, größere mechanische Festigkeit oder komplexere Bearbeitungen gefragt sind: sichtbare Kanten, gebogene Formen, stärker beanspruchte Komponenten.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass beide Lösungen innerhalb desselben Einrichtungsprojekts je nach Funktion der einzelnen Komponente kombiniert werden.
Verfügbare Oberflächen und Farben für die Veredelung
Die Palette der auf Spanplatten anwendbaren Beschichtungen umfasst Melaminpapiere, HPL- und CPL-Laminate, PET, PVC und Echtholzfurniere sowie intern produzierte Digitallaminate, die vollständig individualisierbar in Farbe, Textur und Oberflächenstruktur sind – nützlich, um hochwertige Holzarten oder schwer verfügbare Dekormuster originalgetreu nachzubilden.
Für besonders feuchtigkeitsexponierte Bereiche wie Küchen, Bäder oder Waschräume ist die Wahl der Beschichtung und des Spanplattentyps (in den feuchtebeständigen Ausführungen) ein technischer Aspekt, der bereits in der Ausschreibungsphase zu berücksichtigen ist – nicht erst nachträglich als Variante hinzugefügt werden sollte.
Der Lohnveredelungsservice von Filippi 1971
Im Möbel- und Contract-Sektor agiert Filippi 1971 als Lohnfertigungspartner: Das Unternehmen beschafft die rohe Spanplatte, beschafft das Laminat oder Papier gemäß den Kundenspezifikationen und führt die Beschichtung/Veredelung nach Maß durch. In vielen Fällen übernimmt der Kunde oder ein Zwischenhändler (etwa eine Schreinerei) die nachfolgenden Schritte von Zuschnitt, Bearbeitung und Montage selbst.
Neben der Spanplatte umfasst das verfügbare Trägermaterial-Sortiment auch Pappel-Mehrschichtplatten, MDF, OSB und weitere Holzwerkstoffe, mit Beschichtungen aus Melaminpapieren, HPL/CPL-Laminaten, PET, PVC, Echtholzfurnieren und VittEr®, der intern von der F&E-Abteilung des Unternehmens entwickelten Kompaktmehrschichtplatte, die beständig gegen Feuchtigkeit, Hitze und Verschleiß ist.
Worauf ein Möbelhersteller oder Innenausbau-Contractor bei einem Lieferanten für beschichtete Spanplatten achtet
Wer beschichtete Spanplatten für die Möbelproduktion oder für Contract-Projekte einkauft, bewertet den Lieferanten nach konkreten Kriterien:
- Ästhetische Qualität und Farbgleichmäßigkeit von Los zu Los
- Maßgenauigkeit und Planarität der Platte
- Produktionskontinuität und Einhaltung der Lieferzeiten
- Fähigkeit, ausgewählte Materialien nach Kundenspezifikation zu bearbeiten
- Flexibilität bei Mengen und Farbanpassungen
- Überprüfbare Normen und Zertifizierungen
Filippi 1971 ist ISO 9001-zertifiziert für das Qualitätsmanagementsystem und verfügt über FSC®- und PEFC-zertifizierte Produkte für die verantwortungsvolle Herkunft des Rohholzes. Die Materialien werden zudem Labortests beim CATAS unterzogen, dem europäischen Referenzinstitut für die Qualität von Bau- und Einrichtungsmaterialien.
Was die Emissionen betrifft, ist die Klasse E1 für Holzwerkstoffplatten in Italien gesetzlich vorgeschrieben (Ministerialdekret vom 10. Oktober 2008), und ab dem 6. August 2026 halbiert eine neue EU-Verordnung den Grenzwert für Formaldehydemissionen gegenüber der traditionellen E1-Schwelle – ein weiterer Grund, warum Möbelhersteller zunehmend Anforderungen an niedrige Emissionswerte in ihre Lastenhefte aufnehmen.
Wie Filippi 1971 Möbelhersteller und Contract-Unternehmen unterstützt
Mit über fünfzig Jahren Erfahrung in der Holzverarbeitung und fünf Produktionsstandorten im Valle Imagna (Bergamo) hat Filippi 1971 sein Kerngeschäft im Camper- und Caravan-Sektor aufgebaut, um Know-how und Produktionskapazität anschließend auf die Nautik/Schifffahrt, den Möbelbereich und Contract-Projekte auszuweiten. In diesem Bereich bietet das Unternehmen sowohl die Lohnveredelung von Span- und Mehrschichtplatten als auch die Fertigung individueller Einrichtungskomponenten an – von Tisch- und Küchenplatten bis hin zu komplexen Möbelbauteilen.
Für einen Hersteller oder Contractor bedeutet dies, mit einem einzigen Ansprechpartner zusammenzuarbeiten, der das Projekt von der Wahl des Trägermaterials und der Beschichtung bis zur bearbeitungsfertigen Platte begleiten kann.